Ben
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AIM: bender995
Beiträge von Ben
Sūzhōu & Tónglǐ – 04-06.08
07. Sep
- – - Immer wieder das Essen – - – 04.08 Shanghai -> Suzhou
Nach meinen netten Shanghai Tagen und ein bisschen Faulenzen in der Lounge nahm ich den nachmittäglichen Zug nach Suzhou, einem verträumten 6 Millionen Einwohner Städtchen ca. eine Stunde westlich von Shanghai.
Ich hab mich bereits gewundert warum das Ticket dorthin (verhältnismäßig) so teuer war, bis sich herausstellte dass ich ein Ticket für den CRH, quasi den chinesischen ICE, habe.
So ging es dann auch wirklich flott bis nach Suzhou und vom dortigen Bahnhof aus ins YHA Hostel. Hab hier mal wieder ein Taxi nehmen müssen, da chinesische Buspläne verstehen gefühlte drei Stufen schwieriger ist, als ägyptische Hieroglyphen entziffern. Nach einer Dusche begann nun wieder die abendliche Jagd nach Essen, was sich außerhalb der populären Städte, doch manchmal als schwierig erweist. Es gibt zwar ein großes Angebot an Restaurants, bei den meisten gleicht das Bestellen auf Grund fehlender Chinesischkenntnisse aber einer Runde russischem Roulette. So suche ich also nach einer Lokalität in der es eine englische oder eine „Bilderbuch“ Karte gibt. Drei Blocks entfernt werde ich schließlich fündig und meine Suche wird mit nettem Service sowie tollem Essen belohnt. Auf dem Rückweg gibt’s aus dem Supermarkt noch leckeres Vienetta Vanille am Stiel, was will man mehr. Yammi.
- – - Über (Un)Ruhe – - – 05.08 Suzhou
Morgendlich zog ich wieder los um beim südlichen Busbahnhof Tickets für einen Tagesausflug nach Tongli am 06.08 sowie die Weiterreise nach Hangzhou am 07.08 zu besorgen.
Wollte mir schon fast ein Fahrrad leihen, sollten aber lt. meinem Lonely Planet nur 15 Minuten zu Fuß sein. Also los.
Wusste leider nicht, dass das in eine zweistündige Odyssee ausartet, denn da wo Lonely Planet einen Busbahnhof findet existiert leider nichts. Spätestens hier konnte ich mit Sicherheit festhalten, dass China einfach viel zu schnell für Reiseführer ist. Auch in Shanghai zum Beispiel fehlten dem LP bereits 4! U-Bahn Linien. So watschelte ich also wie immer schwitzend durch die Mittagssonne, da ich mal wieder zu knickrig war mir ein Taxi zu gönnen.
Endlich am richtigen Busbahnhof angekommen besorgte ich schnell die Tickets und machte mich dann auf den Weg zum eigentlich Sehenswerten in Suzhou. Die Stadt an sich gibt so nichts Schönes her und könnte auch irgendeine andere schnell gewachsene chinesische Stadt sein. Was sich allerdings aus alten Zeiten erhalten hat sind wunderschöne Gärten in denen sich chinesischer “zen-style” Landschaftgartenbau “at it’s best” bewundern lässt. Doch ein bisschen genervt von dem vielen Gelaufe schaltete ich also mit dem Betreten der Gärten auf in den Zeitlupen-Gemüsemodus und genoss die schöne Umgebung.
Muss sicher toll gewesen sein so etwas sein Eigen nennen zu können.
Ein bisschen im Schatten der Bäume oder im Pavillon schmökern und den Koi beim Schwimmen zusehen. Nachdem ich mich einige Stunden durch drei Gärten geaalt habe und durch Tiefenmeditation grundlegende Fragen der menschlichen Existenz erörtert sowie wieder einen unerschütterlichen inneren Frieden gefunden habe, trat ich von einer schönen Abendsonne begleitet den Heimweg an. Abendessen gabs wieder in meinem vertrauten Stammlokal, gefolgt von tollem Vienetta Eis. Yammi².
Zurück im Hostel kuckte ich im „Wohnzimmer“ mit dem Rest noch ein Filmchen und ging schließlich in mein Bett.
- – - Venedig auf Chinesisch – - – 06.08 Tongli
Wie bereits erwähnt ging es heute nach Tongli, dem Venedig des Ostens. Naja fast zumindest, immerhin wird die Stadt auch von Kanälen durchzogen und ist von einer Bevölkerungsexplosion verschont blieben. Da mir der Weg zum Bahnhof heute definitiv zu blöd war wollte ich eigentlich ein Taxi nehmen. An der Kreuzung zur Hauptstraße gabelte mich allerdings eine Fahrradrikscha auf.
Wollte zuerst nicht, aber konnte den Preis noch etwas drücken und Rikscha fahren wollte ich ja auch mal auf der To-Do-Liste abhaken. Ein bisschen Mitleid hatte ich ja mit dem armen Kerl schon, wie er sich in der Hitze auf die nicht gerade kleinen Bogenbrücken abstrampelt, aber naja halt sein Job.
Mit dem Bus ist es dann nurnoch eine halbe Stunde nach Tongli, wo man nach dem Ticketkauf und einem Checkpoint in die Altstadt gelassen wird. Das Ticket schließt den Eintritt für einige schöne Anwesen mit ein, die größtenteils zu Museen umgebaut wurden. Da Museen, die keines meiner Interessengebiete direkt ansprechen, meine Dopaminproduktion nicht ins unermessliche katapultieren, begab ich mich lieber etwas abseits der Touriwege auf Entdeckungstour nach dem echten Leben hier.
Wie auf Blockrunde zu Hause streifte ich durch die kleinen Gässchen, ging über Brücken und entlang der Kanäle.
Ich begrüßte Leute, sie begrüßten mich, Fotos hier und da. Alles in bester Ordnung. Nach ein paar Stündchen fuhr ich schließlich mit dem Bus wieder zurück nach Suzhou.
Wieder im Hostel Wohnzimmer traf ich den Chinesen Jack. Nach einen bisschen Tratschen fand ich heraus, dass er im gleichen Hostel in Beijing war und so ziemlich auch die gleichen Leute getroffen hat. Nur wir haben uns irgendwie verpasst. Abendessen gabs natürlich wieder in meinem Stammlokal mit Eisdessert. Yammi³. Man kann schon fast von Alltag sprechen, alles so in geregelten Bahnen.
Doch nicht mehr lange:
Die Weiterreise nach Hangzhou stand an und es wurde ein Samstag mit legendärer Partynacht. Doch davon das nächste mal mehr.
Shànghǎi – Das Chamäleon des Ostens
03. Sep
Mann glaubte es kaum, aber es geht doch weiter =) Wie versprochen nach Shanghai!
— Und weiter gehts —Xi’an -> Shanghai 31.07
Nach einer langen Nacht mit viel Schlaf stand für den 31ten die Fahrt nach Shanghai an. Der Sleeperbus sollte um knapp 15:00 Uhr lostuckern und uns in etwa der gleichen Zeit wie der Zug in die 1400km entfernte Stadt bringen.
Da sich nun am zweiten Tag nach dem Hua Shan Spektakel ein doch recht deutlicher Muskelkater in sämtlichen Körperbereichen registrieren ließ, strich ich alle Tagesveranstaltungen und machte es mir im Hostel gemütlich. Waren ja eh nur ein paar Stündchen und Xi’an an sich ist nich so der Knüller.
Ein Taxi zum Busbahnhof zu bekommen gestaltete sich als wir loszogen plötzlich recht schwierig. Als wir es bereits mit der Angst zu tun bekamen, beschlossen wir uns per TukTuk abschleppen zu lassen. Das Rattermobil war wohl nicht genau für drei Backpacker mit fünf Rücksäcken ausgelegt und wir schafften es nur mit viel quetschen und drücken auf die Sitze. Ohne Umzukippen kamen wir tatsächlich pünktlich am Bahnhof an.
Eigentlich ist das TukTuk wohl sogar die schnellste Möglichkeit sich fortzubewegen. Mit Staus und roten Ampeln haben diese Jungs schließlich kein Problem. Sobald sich eine Lücke bietet, ab dafür.
Als wir in unseren Bus einstiegen staunten wir nicht schlecht. Alles sehr komfortabel und mindestens so gut wie der Hardsleeper im Zug. So fuhren wir gen Osten und bis auf einen Stau, der uns ca. drei Stunden kostete, gabs wie immer viel zu lesen und hören, was mir wie immer auch ganz recht war.
—Ein kurzer Tag — Shanghai Ankunft 01.07
Mit der Stauverspätung kamen wir gegen Mittag am Hauptbahnhof in Shanghai an. Im Bus lernte ich noch Hebe die Holländerin kennen mit der ich noch ein Stückchen U-Bahn in die gleiche Richtung fuhr, dann aber auch verabschiedete. Die Dänen hatte ich bereits am Bahnhof verloren, da sie wohl meinten einen kürzeren Weg zur U-Bahn zu kennen und diesen, nachdem wir bereits über eine Kreuzung gegangen sind, eingeschlagen haben.
Viel schwitzend erreichte ich also mein Hostel, dass ich allerdings nur für eine Nacht buchen konnte. Solange die Expo in Shanghai tagt sind die Preise ca. 100% über dem Normlevel. So findet man auf der Website des Hostels noch Zimmer für 60Y. Nach einem Klick auf „Buchen“ werden daraus allerdings 120Y und man kann noch froh sein wenn man etwas bekommt. Bevor es an die Wohnungssuche ging, gabs aber noch was zu Futtern mit meinem neuen Roommate Den (oder Den? ´bin mir nicht ganz sicher). Der restliche Tag war Hostelsuche, Tratschen in der Lounge und schließlich nochmal Abendessen (Lecker Curry). Unspektakulär aber angenehm.
— Die Hure des Orients — Shanghai 02.07
Früh geht’s los um in mein neues Hostel, das „City Central“ zu ziehen. Die liegt zwar weniger zentral, ist dafür aber auch nicht günstiger. In jedem Fall aber das Einzige was frei war und zudem eines der besten Hostels bisher. Frühstück dabei, riesige Lounge mit Filmen am Abend, günstiges Essen und nur drei Minuten zur nächsten U-Bahn Station. Nach dem Aufsuchen einer Wäscherei, was nach zwei Wochen Handwäsche-only doch nötig war, trottete ich nun endlich los um die Stadt zu erkunden.
Meine kleine Tour begann ich im People’s Park gefolgt von der Nanjing Road, welche die große Shoppingstraße in Shanghai ist.
So kam es auch, dass ich an einem Pizza Hut vorbeikam. Als wäre es nicht schon genug, dass ich Hunger hatte, nein immerhin war ich seit knapp zwei Wochen auch noch Pizzaentzug. Ein innerer Kampf entbrannte, denn für die Pizza konnte ich mir locker auch drei normale Mahlzeiten kaufen. Als Opfer meiner Lust betrat ich schließlich, nach fünf Minuten auf und ab gehen vor dem Laden, das Restaurant. Ein halbe Stunde später wusste ich, dass solch irrationales Handeln von einer Macht jenseits meines Verständnishorizont, ja einer Art Pizzagott wenn man so will, bestraft werden muss, denn es war wirklich eine der schlechtesten Pizzen die ich in meiner 23 jährigen Laufbahn gegessen habe. Pizza Hut, die strahlende Sonne unter den Pizzabuden dieser Welt, verkommt in China zu einer müden Petroleumlampe.
Geplagt von meinem schlechten Gewissen schlenderte ich die Nanjing also weiter Richtung Fluss. Auf dem Weg trifft man alte Bekannte aus Beijing. Zum Beispiel den netten chinesischen Englischlehrer, welcher gerne auf einen Plausch mit einem ins Cafe gehen würde. Oder auch beliebt: Die hübsche Studentin die in einem tollen nahegelegenen Teehaus gerne ihr Englisch aufpolieren würde. Gut, dass so plumpe Abzockversuche an mir abperlen wie Wassertropfen auf Lotusblüten. So perle ich mich also bis zum Fluss und der Promenade „The Bund“. Auf der Westseite kann man das alte Shanghai mit seinen schönen kolonialen Gebäuden bewundern, während am anderen Ufer ein Wald aus Wolkenkratzer-Mammutbäumen die Sicht auf den Horizont hoffnungslos versperrt. „Pudong“, das funkelnde neue Shanghai wollte ich mir allerdings noch für die Abendstunden aufheben und machte mich auf in Richtung „Old Town“. Als ich so durch die Straßen schlendere, werde ich plötzlich von hinten angetippt.
Ich drehe mich um und eine Cola trinkende Hebe (für die vergesslichen Leser, das ist die Holländerin aus dem Bus) steht vor mir. Wir freuen uns darüber wie unwahrscheinlich es wohl ist, sich unter Millionen Menschen wieder zu treffen und latschen also gemeinsam weiter. Die „Altstadt“ ist eigentlich schnell abgeklapptert, da es nicht die schöne ruhige Altstadt ist, in der Muttis ihre Wäsche über der Straße aufhängen und es nach Tee und Nudeln riecht, sondern es eher einem Altstadt Themenpark ähnelt. Wenn man nicht auf Gedrängel und Läden die denselben Ramsch verkaufen steht kann man sich das also eigentlich auch sparen. So trotten wir weiter und es gibt seit ich in China angekommen bin den ersten Regen, welcher kurz aber dafür umso heftiger ist.
Untergestellt beim Shanghaier BMW Zentrum beschließen wir die ab 1700 Uhr vergünstigten Expo Tickets auszunutzen und die Weltausstellung mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein paar U-Bahn Stationen später ist man auch schon da und darf die gigantischen Pavillons der Teilnehmer bewundern. Wusste ehrlich gesagt vorher nicht was ich mir darunter vorstellen durfte. Messen waren für mich bis jetzt eine Halle mit Ständen an denen es halt irgendeinen Quatsch gibt. Hier allerdings bauen sich die Nationen (natürlich je nach Budget) ein halbes Schloss auf das riesige Gelände, in denen dann die nationalen Features angepriesen werden. Da eine Vielzahl der Chinesen, im Gegensatz zu uns, absolut resistent gegen Warteschlangen sind und sich für einen guten Pavillon (worunter anscheinen z.B. der Deutsche zählt) schon mal ein 4 Stunden anstellen, entschieden wir uns einen Trick auszuprobieren von dem ich Mehrmals auf meiner Reise gehört habe.
Der große Masterplan, bestand also im wesentlich daraus, dass man zu seinem landeseigenen Stand geht, seinen Pass herzeigt und durch den „VIP-Eingang“ reingeht. Da mein Gewissen für den Tag ja eh schon ruiniert war, stand auch diesem geradezu teuflischen Vorhaben nichts mehr im Weg.
Was soll man sagen, es hat ohne Murren geklappt. Auch Hebe durfte natürlich als meine Begleitung mit rein. So bewunderten wir also deutsche Stadtplanung in der Zukunft, Weißwurst Brotzeit im TV, deutsches Volksliedgut, sowie die All-Time Top 10 der deutschen Vorzeigeproduzenten von Bosch bis Playmobil. Zum Schluss gabs noch eine glitzernde Show mit einer großen TV-Kugel. Klingt wohl, wenn man das so liest alles etwas platt, fand den Besuch aber durchaus lohnenswert und war wirklich alles sehr schön gemacht. Anschließend gingen wir, wie es der Masterplan vorsah, noch zum niederländischen Pavillon, den sie selbst, man möchte fast sagen etwas stereotyp, „Happy Street“ getauft haben. Coffeeshops gabs zwar keine, dafür Windräder und diese Hollandfahräder die man halt so kennt. Da wir uns wirklich nirgendwo lange anstellen wollten, flanierten wir noch etwas über das Gelände, um schließlich wieder im Zentrum bei einem Süppchen den Abend ausklingen zu lassen.
— Das Paris des Ostens — Shanghai 03.07
Neuer Tag neuer Plan.
Vormittag fuhr ich los um etwas ganz besonderes zu erleben. Etwas dass man vielleicht nur in asiatischen Metropolen findet. Etwas, das das Herz eines jeden Fotografen höher schlagen und seinen Geldbeutel aus Furcht in die mongolische Steppe fliehen lässt:
Shanghai Photocity.
Fünf Stockwerke gefüllt mit jedem erdenklichen Gegenstand den man zum Fotografieren brauchen könnte. Kein Objektiv, keines Herstellers das man hier nicht finden kann. Taschen, Filter, Winkelsucher, Tragegurte, Stative, Kugelköpfe, Bodys, Speicherkarten, Akkus, UAAAARGH! Eine Etage nur mit gebrauchten Artikeln, alten Objektive und Raritäten. Zwei Stunden durchstöbere ich also alle Ecken des Fotopalasts und teste ein paar Sachen für meine EOS, welche ich ungefähr für die Hälfte des europäischen Preises haben könnte.
Klopf Klopf. >Wer ist da?< Ich öffne und siehe da, mein Gewissen steht wieder vor der Tür erinnert mich daran, welche Unsummen meine gestrige Pizzaorgie doch bereits gekostet hat. Ich argumentiere, dass es immer noch billiger wie eine Pizza in Deutschland war, doch es hilft nichts. Der schöne Batteriegriff und die Akkus bleiben ersatzlos da und ich verlasse den Laden.
Weiter geht es nach „Pudong“, dem Wolkenkratzerjungle östlich des Flusses. Ich kämpfe mich, allerdings sehr entspannt, durch das Stahl und Glasdickicht und wandle durch die Straßen. Wie durch einen Wolkenbruch scheint die Sonne zwischen Hochhäusern hindurch und bis in den späten Nachmittag genügt mir das völlig als Unterhaltung. Vor der Dämmerung gönne ich mir doch noch den 94.Stock des Shanghai World Financial Centers, das mit 492 Metern das dritthöchste Gebäude der Welt ist. Vor einer Scheibe mit Blick auf „The Bund“, den „Jin Mao Tower“ sowie den „Oriental Pearl Tower“ mach ich es mir bequem und warte den Einbruch der Nacht ab.
Es sieht wirklich aus als könnte sich die Stadt verwandeln.
Alles was man bei Tag gesehen hat, war schon irgendwie toll aber auch nicht der absolute Overkill. Ganz anders bei Nacht. Ein Paradies aus funkelnden Lichtern, beleuchteten Alleen und vorbeiziehenden Schiffen erweckt den Eindruck in einer anderen Stadt gelandet zu sein. Möchte hier ganz gerne auf die Bilder verweisen und hoffe das adäquat fotografisch eingefangen zu haben. Ich sah mir das also noch eine ganze Weile an und ging auf Fotomission noch zur „Pudong-Promenade“, The Bund sowie ein bisschen die Nanjing Road ab. Anschließend zurück ins Hostel um beim Essen noch ein Filmchen in der Lounge zu kucken und schließlich den Humble Brothers und „ElectriCity“ ins Reich der Träume zu entschwinden.
Alles braucht seine Zeit
26. Aug
Hallo ihr!
Leider gibts jetzt keinen neuen Bericht, sondern eher ein kleines “Entschuldigung”.
Zum Glück muss man ja eigentlich sagen, gibt es momentan immer sehr viel zu tun und zu erleben, so dass mir zum Berichte schreiben nicht groß Zeit bleibt. Zumindest nicht wenn die Texte nicht abgrundtief langweilig werden sollen.
Naja wie auch immer, hoffe das zeitnah nachholen zu können.
Schöne Grüße aus Laos!
Das Leiden des Ben P. – Huà Shān 29-30.07
11. Aug
So, nach kleiner kreativer Pause gehts nun weiter mit Erlebnissen aus Fernost.
- – - Huà Shān vs. Ben “The Bezwinger” P. – - – 29.07
Wie bereits angekündigt wollten wir uns also so früh wie möglich auf den Weg machen um den heiligen Berg Huà Shān zu besteigen. So begaben wir uns um sieben zum Busbahnhof um den Vormittag so gut wie möglich nutzen zu können und nicht in der unbarmherzigen Mittagssonne nach oben bruzeln zu müssen.
12:03 Uhr: Ankunft in Huayin (dem Dorf am Fuße des Berges). Die zwei Stunden Fahrt wurde auf Grund eines Staus an einer Baustelle leider zu einem fünf Stunden Trip. Das mit dem Nichtbruzeln wäre also schon gestrichen. Trotzdem gut gelaunt ging es am Ticketschalter vorbei um uns auf den 6km langen Weg nach oben zu machen. Lonely Planet veranschlagt für den Weg zum Nordgipfel ca. 3,5 – 4 Stunden. Die ersten 4km seien dabei recht easy, die letzten beiden allerdings sehr steil mit teilweise fast vertikalen Passagen. Naja lassen wir halt mal auf uns zukommen.
Auf und los ging es den gepflasterten Weg entlang. Nach bereits einer halben Stunde merkte ich, dass die dänischen Wandersleut einen etwas schnelleren Schritt haben als ich, was sicher auch an meinem min. 8kg schweren Marschgepäck lag. Wollte schließlich Notebook, Kameraequipment nicht im Hostel zurücklassen. Der Schweiß floss und der Abstand wurde immer größer. Da die beiden auch keine Anstalten machten zu warten, beschloss ich mein eigenes Tempo einzuschlagen und es etwas ruhiger anzugehen. Sollte auch so noch anstrengend genug werden.
Ein Dichter Wolkenteppich hing über mir und dem Tal durch den sich der Weg in den Himmel schrauben soll. Ein eiskalter Gebirgsbach fließt neben dem Weg, der so klar und rein ist, dass man hinter jeder Kurve ein Drehteam für einen Gerolsteiner Werbespot vermutet.
Jeder Schritt den ich auf dem “easy part” hinter mich bringe wird zur Qual. Der Bach hingegen scheint die einzige Macht zu sein, die sich der Hitze und der atemraubenden Luftfeuchtigkeit entgegenstellen kann.
Pausen werden gemacht. Immer wieder kommen kleine Stände, die Essen, Getränke, Handschuhe und Wanderstöcke verkaufen. Wasser reicht. Also weiter, weiter und immer weiter. Die Wolken kommen näher und mit jedem Meter den man mehr nach oben sehen kann, wächst auch der Berg an. Ich schwitze. Nicht als wäre das hier was besonderes, aber nicht so. Nach einer Stunde konnte ich mein Shirt das erste mal auswringen, also so richtig. Ein anderes Shirt hab ich mit kaltem Wasser als “Braincooler” umfunktioniert, um die Betriebstemperatur unter 53°C halten zu können. Vor meiner Hose machte der Schweiß auch keinen Halt, so dass auch diese sich mehr und mehr vollsog.
Stände ziehen an mir vorbei und Wasser wird getrunken. Mein Zustand geht in ein tranceartiges Wandeln über. Umkehren? Geht nicht, das wäre wohl genauso anstrengend und so erreiche ich nach geschätzten 2,5 Stunden die erste Stufe. Dankbar nehme ich sie als willkommene Abwechslung zur stetigen Steigung an. Doch besser wird es allemal nicht, denn es geht steil hoch, sehr steil. Wirre Gedanken steigen mir in den Kopf als ich mich an eisernen Ketten den Berg hochziehe. Ich wünsche mir einen Schlitten mit dem ich einfach wieder ins Tal fahren kann. Knochenbrüche nehme ich in Kauf. Balast ablassen durch Übergeben? Toter Mann machen und abholen lassen?
Doch solch Unkonzentriertheit konnte ich mir in späteren Abschnitten nicht leisten. Wirklich fast vertikal gingen die nassen Stufen nach oben. Gut an die Ketten geklammert Schritt für Schritt. Ausrutschen? Ganz, ganz schlechte Idee…
Irgendwann nach knapp 4,5 Stunden erreichen ich den Nordgipfel (1614m). Hunderte chinesischer Touristen wuseln wie hier wie auf einem Ameisenhaufen umher. Sie alle sind mit einer österreichischen Qualitätsgondel innerhalb weniger Minuten nach oben geschippert worden und lassen sich nun ihren Namen auf eine “I climbed Hua Shan” Medaille gravieren. Ich komme mir vor wie Franka Potente in dem Horrorthriller “Creep“ die sich nach stundenlanger Flucht vor einer menschenschlachtenden Missgeburt in einen U-Bahnhof retten kann, wo die, von dem Trauma Nichtsahnenden, der am Boden kauernden ein paar Münzen hinwerfen.
Ich war am Ende. Wirklich am Ende und hätte am liebsten geheult, dass es endlich vorbei war. Meine kompletten Sachen waren triefend nass und sogar eine kleine Pappschachtel in meinem Rucksack war noch durchgeweicht. Ich schleppte mich die letzten Meter zum North Peak Hotel und kaufte mir einen Nudelsnack im Becher. Shirt ausgezogen und auf eine Bank gesetzt, kämpfte ich ca 20 Minuten mit der Suppe bis endlich alles unten war. Ich legte mich auf der Bank zurück und machte erstmal ein Nickerchen, vorher geht gar nichts.
Der Plan war in einem der Hostels zu übernachten, von denen auf jedem Gipfel (Nord,Ost,Süd,West,Zentral) eins zu finden ist. Nach meinem Powernap musste ich also wieder weiter, um nicht im Ameisennordgipfel oder auf den Boden schlafen zu müssen. Die Dämmerung war bereits greifbar nahe, was mich doch etwas in innere Unruhe versetzt bei meiner Unterschlupfsuche. Wieder in mein nasses Shirt geschlüpft kämpfte ich mich also Richtung Himmel. Touristenhorden ziehen in der Gegenrichtung an mir vorbei. Auf dem Weg nach oben fand ich ein nettes chinesisches Pärchen. Er schleppte einen halben Fotografiefachgeschäft mit sich herum, was uns ausreichend Gesprächsstoff lieferte. Zum Gespräch muss man sagen, dass Sie Stumm war und er wohl auch eine Art Sprachbehinderung hatte, zumindest kuckten die Leute immer recht doof oder kicherten wenn er was gesagt hat.
Mir war das freilich egal, hätte ja auch nichts verstanden wenn er Chinesisch erfunden hätte. Umso angenehmer mal eine Konversation nur mit Händen und Füßen zu führen. Auf halben Weg zum Westgipfel, der immerhin noch stolze 500m über dem nördlichen liegt fand ich ein freies Bettchen in einem 20-Bett-Dorm. Da ich nicht in die Nacht zum nächsten Gipfel laufen wollte, zahlte ich zähneknirschend mit einem tropfenden 100Y-Schein für das Bett und hatte schließlich meine Ruhe.
Ich mache ein paar Fotos auf der “Veranda” und bestelle mir, zur Verwunderung der Bedienung, die sich meine Bestellung fünf mal bestätigen ließ, eine Schüssel Reis (5Y). Der Rest war mir zu teuer.
Zu guter Letzt schicke ich den dänischen “Reinhold-Messner-Fanclub” Pärchen eine SMS, dass ich noch am Leben bin. Nach einem kurzem Rückruf stellt sich heraus dass sie im Westgipfelhostel bleiben und wir verabreden uns für fünf Uhr zum Sonnenaufgang.
In meinem Bettchen flüstert mir Clueso zum Schlummer “Kein Bock zu gehen” ins Ohr.
- – - Man muss ja auch wieder runter – - – 30.07
04:00 Uhr. Als mein Wecker klingelt bin ich bereits wach, 13 andere Wecker haben nämlich schon vorher geklingelt. Ist schließlich “die Attraktion” hier oben: Der Sonnenaufgang. Ich mache mich also mit vielen Einheimischen und Taschenlampe auf den Weg weiter hinauf. Allerdings nur bis zur ersten Abzweigung, wo man sich für den Ost oder Westgipfel entscheiden muss. Ich gehe rechts, alle anderen links.
Alleine schlendere ich also im Licht des Vollmonds und dem Schein meiner Taschenlampe den Weg entlang. Die Luft ist angenehme, gefühlte 22° kühl und lässt sich toll atmen. Bis auf meine nach wie vor nasse Hose scheinen die gestrigen Strapazen fast vergessen. So komme ich auch ca. 40 Minuten später bei den Anderen an und wir genießen zusammen die Zeit bis zum Sonnenaufgang. Selbst in dieser Entfernung sehen wir noch Horden von Menschen die sich am Ostgipfel versammelt haben. Wir dagegen im höher gelegenen Westen sind ungefähr 20 weiträumig verteilte Personen. Doch genug der Rumsitzerei, schließlich sind noch drei weitere Gipfel zu besteigen. Die Morgenkühle macht das ganze erträglich und von Gipfel zu Gipfel sind es jeweils ~30-60 Minuten. Als großes Event steht hier auf jeden Fall noch der sog. “Cliffside Plank Walk” auf dem Plan, den ich bereits in Deutschland auf Youtube bewunderte.
Nach etwas suchen finden wir besagten Pfad in der Nähe des Südgipfels. Der Weg dahin ist bereits sehr schmal und voll mit Fotoknippsern die dem Ganzen wohl nicht so wirklich trauen. Am Einlass, wo man für 30Y durchgelassen wird und einen Sicherheitsgurt bekommt sehe ich nach unten. Es geht weit hinunter, also wirklich wirklich weit. Erste Zweifel steigen mir durch den Kopf und ich lasse mich in der Kühle eines nebenan liegenden Buddhaschreins nieder. Als ich da so hin und hergerissen sitze erscheint wie aus dem Nichts eine in weißem Licht erstrahlte Gestalt, wie es Gandalf der Weiße hätte sein können. Durch meine geblendeten Augen erkenne ich einen vertraut wirkenden jungen Mann. Das Gesicht unschuldig und sanft wie das eines Jünglings und doch ein stählern geschmiedeter Körper, auf den selbst König Leonidas aus 300 neidisch werden könnte.
So spricht er zu mir: >Ben! Höre meine Worte! Tue nichts, was ich nicht auch tun würde!<
Pufff! Die Gestalt verschwand und ich saß wieder im kühlen Schatten. Ich sehe mich um, doch von mir abgesehen gaffen alle nur die Klippe hinunter. Was ein toller Rat, darauf hätte ich auch verzichten können. Ich gebe dem Meister der Sicherheitsgurte 30Y, lasse mich anschnallen und gehe los.
Denke das Video (wooow) und die Bilder sprechen mal wieder für sich. =)
Mit berauschender Aussicht gehts noch zum Ost- und Südgipfel bevor wir den Weg nach unten antreten. Um etwas Abwechslung vom Aufstieg zu haben nehmen wir den “Soldier’s Path” der unterhalb der Gondel verläuft und einen schnelleren Weg darstellt. Schneller dahingehend, dass es quasi keine waagrechten Strecken hat, sondern nur Stufen Stufen Stufen bis man unten ist. So spart man sich immerhin das normale Gelaufe.
Es geht also wieder los. Unendliches Schwitzen und meine Muskeln fühlen sich an als hätte jemand Batteriesäure reingekippt. Dennoch erstaunlich wie und welche Leute sich hier hoch wagen. Flipflops, High Heels alles kein Problem. Ebenso einige im Rentenalter kämpfen sich tapfer auf das Massiv und scheinen dabei weitaus besser in Form als wir. Ohne größere Pause trampeln wir also Richtung Tal. Stufe um Stufe wie ein unendlicher “Empire State Building” Run-Down Wettbewerb und ich immer schnaufend wie ein Drache auf den Fersen des Messnerpärchens.
2 Stunden später ist es geschafft. Wir kommen an der Gondelstation an. Erschöpft, verausgabt, durstig, hungrig. Mit dem Bus legen wir die 8km bis Huayin zurück wo wir das drittbeste Restaurant überfallen. Auf der chinesisch-only Karte bestellen wir drei Gerichte, die uns (so habe ich das zumindest verstanden) die Chefin empfiehlt und haben damit auch noch richtig Glück. War eines der besten Essen bisher. Vollgemampft kehren wir mit dem Bus nach Xi’an zurück und schließlich mit dem Taxi zurück zum Hostel.
Der restliche Abend besteht aus Internet, Couch, Bier und naja einfach nichts eben.
Sehr, sehr guuut.
Bilder zu dem Spektakel gibts hier.
Im nächsten Kapitel geht es um die die Megacity Shanghai, das eine wahre Schönheit erst in den nächtlichen Stunden preisgibt.
In diesem Sinne schöne Grüße aus Guangzhou.
Píngyáo/Xi’an 27-28.07
02. Aug
- – - Zwangspause – - – Pingyao 27.07
Ich liege auf einem bequemen Liegestuhl unter einer Palme. Um mich herum weißer Sandstrand. Bis in den Horizont erstreckt sich das azurblaue Meer. Auf einer Liege neben mir hat es sich Clueso mit Wollmütze und Cuba Libre gemütlich gemacht. Wir unterhalten uns über gute Musik.
Aus der Ferne ertönt eine vertraute mittelamerikanische Melodie. Sie wird lauter.
Auf einem eselbetriebenem, mindestens 100 Jahre alten Anhänger, nähern sich, mit Instrumenten ausgestattet, sieben braungebrannte Senioren und spielen uns ein Ständchen.
>Klingt fasst wie mein Wecker< sage ich zu Clueso und lache etwas krampfhaft.
>Merkst’e was?< frägt er mit erwartungsvollem Blick.
Ich öffne die Augen, die Melodie bleibt. Der Buena Vista Social Club performt live unter meinem Kopfkissen. Es ist acht Uhr.
Zeit zum Aufstehen, schließlich wollten wir um neun mit dem Hostel-Taxi zu ein paar nahegelegenen Sehenswürdigkeiten aufbrechen und ausgecheckt werden muss auch noch. Allerdings kam es etwas anders als geplant.
Nach einer ersten Sitzung zeigte sich, dass ich wohl vorerst mit akuter Diarrhö gesegnet bin. So beschloss ich, ohne hier weiter ins Detail gehen zu wollen, den Halbtagesausflug zu streichen, das gestrige Essen zu verfluchen und mich eher klonahen Aktivitäten zu widmen. (War im Nachhinein nicht so schlimm und kommen wohl die wenigsten Asienbesucher drumrum) Naja wie auch immer. Es gab also heute mal viel Reis, Cola und außerdem ja einige Berichte nachzuholen.
Weiterhin noch Fotos mit den Kids auf der Straße, sonst eigentlich nichts Besonderes. Wie mir die Anderen berichteten war der Ausflug auch nicht soooo der Hammer, hab also auch nichts Großartiges verpasst.
So ging es mit Kartenspielen in den Abend hinein, bis wir uns um elf, mit fünf Personen inklusive Gepäck, per Tuk-Tuk zu Bahnhof knattern ließen. Da wir glücklicherweise auf dem Weg nicht umkippten und die Bremsen wegen Überlastung auch nicht explosionsartig verdampften kamen wir rechtzeitig zum Bahnhof und stiegen nach kurzer Wartezeit in den 0009er Zug nach Xi’an.
- – - Heiße Nacht Richtung Süden & Terakotta Armee – - – 28.07 Pingyao -> Xi’an
Wieder ein Revolutionswaggon und auch noch die Betten im Dritten erwischt. Naja was soll man machen.
Wir kämpfen uns im Dunkeln also zu unseren Zellen um festzustellen, dass zwei der Betten bereits besetzt sind. Ähm hmmm und nu? Nach kurzer sinnloser Beratung untereinander, kommt der Schaffner zum Tickettausch. Auf unsere in Mandarin gestikulierte Beschwerde hin, dass die Betten ja bereits belegt seien, werden die in shorts-only gekleideten chinesischen Besatzer von den Betten vertrieben.
Wir ernten zwar ein paar böse Blicke, zumindest interpretieren wir sie so, aber naja haben ja immerhin ‘für gezahlt. Nach kurzem Verstauen des Gepäcks, begaben wir uns also in die bereits auf Betriebszustand gebrachten Betten. Unterdeckentemperatur: 31° – relative Luftfeuchtigkeit: 20% über Außenbedingungen – Duftnote: Slumdog Millionaire. Das Gefühl, sich in ein noch warmes, angeschwitztes, müffelndes Bett zu legen, kann sich ja denke ich jeder vorstellen.
Um mich von schnarchenden Mitreisenden und dem unglaublichen Krach aus den offenen Fenster abzuschotten, stöpsel ich mir meine Noise-Cancelling Kopfhörer in die Ohren und höre Djakos „Devil Train“.
Neun Uhr. Wir kommen ausgeschlafen und gut gelaunt in Xi’an an. Erste Aufgabe: Zugtickets nach Shanghai für den 31.07 besorgen. Wir schlendern also zum Ticketschalter um einigen Wartens zu erfahren, dass alle Sleeper 10 Tage im Voraus ausgebucht sind. Hard Seats gibt wieder ab den 06.10. Beides schließen wir kategorisch aus und versuchen unser Glück bei der Busstation um ein Ticket für einen Sleeperbus zu ergattern. Wir wissen zwar nicht was man sich unter Sleeperbus vorstellen darf, aber in Xi’an vergammeln will auch keiner. So bekommen wir tatsächlich ein Ticket, das uns in 16 Stunden knapp 1400km nach Shanghai transportieren soll (330Y).
Weiter nehmen fahren mit dem Bus zum Bell Tower Hostel mitten im Zentrum um einen Schlafplatz zu bekommen. Wir müssen bis Mittag warten und nachdem ein paar andere ausgecheckt haben bekommen wir ein Zimmer, dass wir nur kurz zum Frischmachen aufsuchen. Auf dem Tagesprogramm steht immerhin die berühmte Terrakotta Armee, welche wir wiederum per Bus etwa eine Stunde später erreichen. Um das großzügig angelegte Museumgelände hat sich bereits mehr oder weniger eine kleine Stadt angelegt die aber wohl nur dazu dient die Wünsche und Nichtwünsche der Touristen zu bedienen.
So kämpfen wir uns auf das Gelände durch um einer bahnhofsähnlichen Halle die erste Ausgrabungsstätte zu betrachten.
Nun darf man das nicht ganz falsch verstehen. Es ist überaus beeindruckend wenn man sich vor Augen hält, welches gigantische Ausmaß das Ganze hat und auch noch über 2000 Jahre alt ist. Dennoch war es irgendwie nicht so ganz was wir erwartet haben und schlenderten mehr oder weniger begeistert durch die die anderen Ausgrabungshallen.
So fuhren wir auch relativ bald wieder zurück und ich verbrachte den restlichen Abend in der Bar mit einem original „Hans“ Bier und Bericht texten.
Für den nächsten zwei Tage stand allerdings wieder großes, ja gar gigantisches an. Das Erklimmen des Hua Shan, einen 120km entfernten heiligen Berg der Taoisten. Mehr dazu aber erst das nächste Mal.
Ein paar Bilder von Xi’an gibts hier, ist aber nichts allzu berauschendes. Ebenso natürlich noch die von Pingyao.
Weiterhin schöne Grüße aus Shanghai, Ben.
